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Kreativität: Neun Hacks für kribbelnde Synapsen

"Sei doch mal kreativ": Bei solchen Appellen gibt unser Gehirn w.o.. Diese Hacks helfen dabei, unser Kreativpotenzial anzuzapfen.

© Cody Davis/Unsplash.com
© Cody Davis/Unsplash.com

Alle Unternehmen wollen kreative Mitarbeiter. In den Innovations- und Designabteilungen, aber auch in der Wissensarbeit. Nur: der Appell „Sei doch mal kreativ und innovativ“ lässt uns selten zu geistigen Ergüssen kommen.  

Wir können maximal noch einen Schüttelreim mit dem Wörtchen „Denkblockade“ machen. Dass die Mitarbeiter plötzlich kreativ sein sollen, ist vor allem einer Sache geschuldet: dem allgegenwärtigen Effizienz- und Innovationsdruck. Es muss schneller, besser, origineller werden, mehr an der Zielgruppe, die bahnbrechenden Ideen sollen nicht nur richtig knallen, sondern auch die Mitbewerber aus den Latschen katapultieren. Soviel zum Wunsch diverser Arbeitgeber. Doch zurück zum Ursprung.

Was bedeutet Kreativität überhaupt? Vieles. Nicht in vorgelenkten Bahnen zu denken, um die Ecke und out of the Box-Denken.

Es bedeutet üblicherweise auch, schreiben, musizieren, singen, tanzen, malen zu können. Also alles, was nicht Routine und nicht Analytik ist. Im beruflichen Kontext: richtig gute Ideen zu haben, auf die nicht jeder kommt. Dinge miteinander zu verknüpfen und Neues zu erfinden. Und grundsätzlich bedeutet sie: schöpferisch zu sein. Etwas zu erschaffen, was zuvor nicht vorhanden war.

Die folgenden Tipps habe ich für Mitarbeiter und Führungskräfte zusammengetragen. Am besten ist es, wie so oft, bei sich selber anzufangen:

 

1. Befreien Sie das Genie aus der Bottle:

Kreativität ist nur etwas für Genies, so lautet die gängige Meinung in unseren Breitengraden. Neuerdings stemmt sich diesem hartnäckigen Glaubenssatz ein angloamerikanisches „Just be creative“ a la „Jeder kann kreativ sein – mit der richtigen Technik“ entgegen. Klar ist: es gibt wenige Genies. Sehr wenige. Und es gibt kreativere und nicht so kreative Gehirne.  Solche, die weniger blockiert sind von Glaubenssätzen, von Zwängen und Sollens und Müssens und solche, die mehr davon haben. Den einen fallen Ideen zu, die anderen sind eher die strukturierten Listenschreiber. Und: es gibt sehr, sehr viele Menschen, die glauben, dass sie einfach nicht kreativ sein können. Und vor allem, die Scham und Verlegenheit empfinden, wenn sie Ideen liefern sollen (das zeigt IDEO-CEO Tim Brown anschaulich in seinem TED-Talk).

Viele fühlen sich den Erwartungen nicht gewachsen, weil sie weder von der Muse geküsst noch von Goethe gezeugt wurden.  Doch jeder von uns kann tatsächlich kreativer werden als er bisher war. Und: definitiv jeder Mensch ist in irgendeiner Form schöpferisch. Sehen Sie sich Ihren Garten, Ihre Deko, Ihre Kleidung an. Mein sehr beamtischer Gründerberater – leicht untersetzt, Halbglatze, regelverliebt –  ist zum Beispiel in seiner Freizeit ganz Wien zu Fuß abgegangen. Jedes einzelne Gässchen, jede Straße. Natürlich kam er nicht umhin, seine Wegaufzeichnungen ins Excel zu tippen, dennoch hat das doch etwas Kreatives.  Wer kommt schon auf so eine Idee? Also befreien Sie das Genie in Ihnen – und wenn es noch so klein ist.

 

2. „Du musst mal“ (ein kreatives Genie sein):

Die Vorstellung übers Kreativsein in unseren Breitengraden ist ziemlich verquer: Das Genie wartet unterm Apfelbaum, betrachtet die vorbeiziehenden Wolken und bääm, kommt der geniale Geistesblitz direkt aus der Stratosphäre ins Hirn geschossen. Das kann dem Genie durchaus passieren – und nicht nur dem. Allerdings: Stehen Sie doch mal neben dem Genie mit der Stoppuhr und ätzen Sie: „Na, kommt da was? Oder doch nix? Noch immer niiix, naa?!“ Auch Goethe hätte Ihnen wahrscheinlich was gepfiffen und wär auf ein Bier gegangen, und ziemlich sicher nicht mit Ihnen. Also: Machen Sie anderen keinen Druck.  Lassen Sie sich von oben, unten und seitwärts keinen Druck machen. Und setzen Sie auch sich selbst nicht unter Druck, sondern lassen Sie einfach mal los.

 

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Nicole Thurn

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