· 

Auf dem Weg zur Lernenden Organisation 4.0

Selbstorganisiertes Lernen liegt im Trend. Doch eine offene Lernkultur braucht weitaus mehr als digitale Tools. Wir haben den Rat einer Expertin für digitales Lernen eingeholt.

Ihre Mitarbeiter nutzen die Collaboration App, um auf die E-Mail hinzuweisen? Die Lernplattform lechzt nach Besuchern? Im Social Network schicken die Produktmanager mit Vorliebe Katzenvideos hin und her? Dann läuft in Ihrem Unternehmen wohl etwas gehörig falsch. Denn wenn digitale Lerntools weit unter den Erwartungen genutzt werden, lernt auch Ihr Unternehmen zu wenig dazu. Dabei sollen Lernende Organisationen dem Veränderungs- und Innovationsdruck entgegensteuern: Sie sind Organisationen, die sich an die Gegebenheiten der VUCA-Welt anpassen und in denen das tägliche Lernen und Umgehen mit neuen Bedingungen zum Tagesgeschäft gehören. In Lernenden Organisationen ermöglicht partizipative und kollegiale Führung mehr Selbstverantwortung und Freiraum für die Mitarbeiter und führt so auch zu mehr Kreativität und Innovation. Collaboration, als vernetzte, interdisziplinäre Zusammenarbeit, steht hierbei im Vordergrund, um gemeinsam komplexe Ziele zu erreichen. Das zeigte Peter M. Senge, Direktor des Center for Organizational Learning an der  MIT Sloan School of Management bereits im Jahr 1990 auf, als er den Begriff der „Lernenden Organisation“ in seinem Buch „The Fifth Discipline“ prägte.

Eine Lernende Organisation profitiert von digitalen Lerntools, wie Collaboration Apps, Social Networks und digitalen Lernplattformen. Klar ist allerdings: Die lernende Organisation besteht in erster Linie nicht aus Tools, sondern aus lernenden Menschen. Das Lernen soll hier nicht im schulischen Sinne verstanden werden, vielmehr stehen ein offener Austausch auf Augenhöhe in Teams sowie zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, proaktive Veränderungsbereitschaft sowie das Ausprobieren neuer Maßnahmen und neuer Lernansätze selbst im Fokus. Und im Miteinander geht es um Offenheit gegenüber Vorschlägen, anderen Meinungen und Argumentationen, um ein „Ja, und“ und nicht ein „Ja, aber“.

 

Digitales Lernen ist kein Selbstläufer

Digitale Tools können Unternehmen bei der Transformation in eine lernende Organisation allenfalls unterstützen. „Digitale Tools sind allerdings kein Selbstläufer, sondern benötigen professionelle Begleitung.

"Man kann selbstreguliertes Lernen von Mitarbeitern nicht erwarten!“ , sagt Sandra Niedermeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für digitale Lehrformen an der Hochschule Kempten und Trainerin für digitales Lernen. Damit spricht sie auch den häufigsten Fehler an, den Unternehmen auf dem Weg zur Lernenden Organisation machen, nämlich nach der Einführung von digitalen Lerntools zu erwarten, dass die Mitarbeiter sie freudig drauf los nutzen. Die Expertin empfiehlt kontinuierliche Begleitung, indem Mitarbeiter zu eTutoren und digitalen Lernbegleitern oder Mentoren ausgebildet werden. Als Start könnte ein Leuchtturmprojekt in einer Abteilung die Motivation auch bei anderen Mitarbeitern fördern.

 

Den restlichen Artikel gibt es auf dem Blog der WEKA Learning Group! Bitte hier klicken ;-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0
Nicole Thurn

Willkommen auf meinem Blogzine!

 

Mein Name ist Nicole Thurn und ich freue mich, dir Inspirationen, Impulse und Erfahrungen aus der Welt des Neuen Arbeitens zu liefern. Du suchst mehr Sinn, mehr Motivation, mehr Entfaltung im Job? Oder willst dich über frische, neue Ansätze zu Leadership und Zusammenarbeit informieren? Dann bist du hier genau richtig.  Ich bin gespannt auf deine Anregungen und dein Feedback, schreib mir auf nicole@newworkstories.com

Wenn du mehr über mein "Warum" wissen willst, klicke hier.  Viel Spaß beim Reinschmökern!


Blogheim.at Logo