Selbstbestimmt arbeiten: Mehr Sinn und Erfolg mit Job Crafting

Job Crafting, ein US-amerikanischer Arbeits-Ansatz mit Fokus auf die intrinsische Motivation der Mitarbeiter, könnte auch europäischen Unternehmen gut tun – gerade in Veränderungsprozessen.

Andrea ist 32, Marketingmanagerin – und im Job frustriert. Sie hat sich immer schon dafür interessiert, wie Menschen ticken. Privat ist sie eine Netzwerkerin und ihr erklärtes Ziel war beruflich stets, Menschen und ihre Motive besser zu verstehen. Das beschränkt sich leider auf lähmende Meetings, in denen sie mit Kollegen, Agenturmenschen und Vorgesetzten Kampagnen-Konzepte bespricht. Andrea wird zunehmend lustloser und beginnt, sich nach anderen Jobs umzusehen.

 

Selbstverantwortung ist das Schlagwort

Gemeint ist meist damit eine agilere Arbeitsweise, Entscheidungsprozesse an der Basis, die effektiveres Handeln ermöglichen. Doch die vielpropagierte Selbstverantwortung sollte auch den Mitarbeitern selbst dienen, indem sie mehr Freiräume haben, um ihre Arbeit selbst zu gestalten. Ganz im Sinne des New-Work-Begründers Frithjof Bergmann, dessen Herzstück einer neuen Arbeitswelt die Antwort auf die Frage sein sollte: „Was will ich wirklich, wirklich tun?“ Was nach Idealismus in einer Welt klingt, in der rund zwei Drittel der Arbeitnehmer nach eigenen Angaben Dienst nach Vorschrift machen, ist ein wichtiger Motor der Menschen.  

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Menschen, die ihre Arbeit selbst gestalten dürfen (oder es einfach tun), mehr Sinn darin sehen und zufriedener, produktiver und gesünder sind.

 

Mehr Spaß im Job: Job Crafting nach Wrzesniewski und Dutton

Einige dieser Studien kommen von Forschern, die daraus das Konzept Job Crafting entwickelt haben:  Justin Berg  (Stanford Graduate School of Business),  Amy Wrzesniewski  (Yale School of Management) und Jane Dutton  (Michigan’s Ross School of Business). In ihrem co-kreierten Arbeitsbuch "Job Crafting Exercise" und den darauf basierenden Workshops erfahren Erwerbstätige, wie sie ihren Job an ihre Fähigkeiten, Talente und Interessen anpassen können. Inzwischen nutzen Unternehmen wie Google, VMWare oder Logitech den Ansatz für mehr Mitgestaltung der Arbeit. Das People Analytics Team nahm am Job Crafting Prozess teil – sechs Wochen später wurden sie als zufriedener und effektiver von ihren Vorgesetzten eingestuft als zuvor, wie Forscher Adam Grant herausfand.

Im Zentrum steht  der einzelne Mitarbeiter, seine Interessen und seine Motivation.

 

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Nicole Thurn

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