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Die sechs Gebote des Social Learnings

Community geht über Software, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Darauf dürfen wir auch im digitalen Zeitalter nicht vergessen. So bringt Social Learning echten Mehrwert für lernende Teams. 2min Lesezeit

©Pixabay
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Schon die Höhlenmenschen haben es mit rudimentärsten Mitteln getan: sie haben in der Interaktion mit anderen gelernt. Sie haben Wissen geteilt. (Dort drüben war ein Säbelzahntiger. So macht man Feuer.) Nur in der Gruppe konnte der Mensch sein Überleben sichern, nur in der Gruppe konnte er Wissen weitergeben und erwerben. Nur durch andere lernen wir neue Sichtweisen kennen, lernen wir, in der Welt zu bestehen.

Daran ändert auch das digitale Zeitalter wenig. Noch nie war es einfacher, uns mit Menschen aus allen möglichen Ländern und mit unterschiedlichsten Hintergründen auszutauschen: wir müssen dazu nicht einmal das Sofa oder den Arbeitsplatz verlassen. Hier lernen wir ständig über und in Gruppen. Wir interagieren auf Facebook, Xing und LinkedIn.

Gemeinhin wird mit dem Terminus Social Learning das Lernen in der Gruppe mithilfe von Social Media und digitalen Tools verstanden. Der Digitalbildungsexperte Alexander Klier bezeichnet Social Learning gar als „Lerntheorie für das digitale Zeitalter“, in der das kollaborative Lernen voneinander in der Gruppe im Vordergrund steht. Gerade der informelle Austausch mit anderen Lernenden beflügelt den Lernprozess.

 

Lernen ist Arbeit – und umgekehrt

Im Unternehmenskontext sind Lernen und Arbeiten nicht mehr voneinander zu trennen – dafür sorgt gerade die Digitalisierung. Über Social Collaboration Tools arbeiten Mitarbeiter zeit- und ortsunabhängig gemeinsam an Projekten – und teilen so auch ihr Wissen, Erfahrungen und Feedback miteinander. Über virtuelle Lernplattformen eignen sie sich instant und je nach Bedarf Wissen an.  All das klingt gut, zukunftsweisend und einfach machbar. Nur: Für Social Learning reicht es nicht, digitale Tools und virtuelle Räume bereitzustellen. Denn auch hier zählt der Mensch mit seinem Sozialverhalten.

Diese sechs Gebote sollten Projekt- und Teamleiter sowie HR-Verantwortliche daher bei Social-Learning-Prozessen beherzigen:

 

1. Lösen Sie Widerstände über Partizipation:

Das Collaboration oder Lern-Tool, mit dem Sie Ihre Mitarbeiter betrauen möchten, kann noch so angesagt und effizienzfördernd sein. Es wird kaum etwas bringen, wenn Ihr Team nicht mitzieht. Und das kann rasch passieren, wenn die Mitarbeiter nicht in die Auswahl des Tools einbezogen werden. Erst wenn Sie ihnen klarmachen, welche Vorteile sie für ihre Zusammenarbeit über Social Collaboration bzw. Social Learning ziehen können und erst, wenn sie aktiv die Auswahl des passenden Tools mitbestimmen können, werden sie etwaige Bedenken abbauen und Lust auf diese Zusammenarbeitsform bekommen. Die teilnehmenden Mitarbeiter sollten auch die Möglichkeit haben, über Aufgaben, Inhalte und Arbeitsteilung mitzubestimmen.

Was wird im Collaboration Tool besprochen?

Welche Informationen und Dokumente werden ausgetauscht?

Wie werden Projektaufgaben aufgeteilt, über welche Kanäle wird was kommuniziert?

 

2. Stellen Sie die Social Community über die Software:

Der Mensch ist als Beziehungswesen immer darauf aus, Verbundenheit mit Gleichgesinnten zu erleben. Damit eine Gruppe funktioniert, muss sie zuerst einmal ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln – das gilt schon für die Offline-Zusammenarbeit und erst recht für die digitale. Also müssen Sie als Projektleiter oder verantwortlicher Koordinator darauf von Beginn an ein Augenmerk haben. Über digitale Profile etwa können die Gruppenmitglieder schon im Vorfeld einiges über ihre Kollegen erfahren. Als Icebreaker können auch persönliche Check-ins zum Start des gemeinsamen Arbeits- oder Lernprozesses dienen: der Moderator stellt etwa allen Mitgliedern im Chat persönliche Fragen, damit sie einander besser kennenlernen. Über die Antworten erhalten sie gegenseitig Einblick darüber, wie ihre Kollegen ticken, welchen beruflichen und persönlichen Hintergrund sie haben und was sie von dem Prozess erwarten.

 

Den weiteren Artikel findest du auf dem Blog der WEKA Learning Group: Hier geht's lang! 

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Nicole Thurn

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