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Freiräume 2021: Auf den Spuren des neuen Mindsets und kollektiver Intelligenz

(Un-)Konferenz. Am 28. und 29. Juni finden die Freiräume im Barcamp-Format online statt. Es warten inspirierende Speaker*innen und Pioniere aus New Work und moderner Bildung.  Die Frage aller Fragen: Welches Mindset brauchen wir für Neues Arbeiten und wie nutzen wir kollektive Intelligenz?

Auch im Vorjahr fand die (Un-)Konferenz im Barcamp-Format virtuell statt. Viel Austausch, Inspiration und Nähe gab es dennoch. (© Freiräume)

Schon im Vorjahr fand die (Un-)Konferenz der beiden Grazer*innen Manuela Grundner und Gregor Karlinger virtuell statt: und es wäre ja nicht die neue Arbeitswelt, wenn das nicht auch funktioniert hätte. Denn Barcamp mit Mitmachfaktor geht auch via Bildschirm - und inspirierende Gespräche und Austausch in Kleingruppen sowieso. Speaker waren unter anderem Wolf Lotter, Gründer des Brand-Eins-Magazins, der über den Weg hin zur Selbstverantwortung sprach, und Christoph Schmitt, der sich auf das Lernen als Faktor für die Anschlussfähigkeit für Unternehmen bezog. Am Montag und Dienstag schaffen mehr als 40 Pioniere aus New Work und innovativer Bildung wieder Freiräume in unseren Köpfen. Spontanes Mitmachen lohnt sich also, Tickets gibt es hier: Speaker sind der Lehrer Christoph Schmitt zum Thema "Lernen neu lernen" und Wolf Lotter, Co-Gründer des Magazins brand.eins, zum Thema "Lust auf Verantwortung?" 

28 Pioniere aus Unternehmen und Bildung, die zeigten vor, was möglich ist, wenn man den Mut hat, Neues auszuprobieren. Die (Un-)Konferenz war auch virtuell vor dem Bildschirm alles andere als langweilig und ermüdend, so sprachen die VeranstalterInnen auch von "TeilgeberInnen" statt "TeilnehmerInnen":  14 Hosts aus der Community gestalteten selbstorganisiert Open Space Sessions zu Themen, die sie gerade umtrieben.  In den Sessions kam auch immer wieder das Thema auf, wie tiefgehend und nah man sich doch trotz physischer Distanz austauschen konnte  - einfach weil so viel Offenheit und Begeisterung bei allen Beteiligten vorhanden war. 

 

Am 28. und 29. Juni finden die nächsten Freiräume statt - ebenfalls virtuell. Diesmal beschäftigt sich die (Un-)Konferenz mit dem "richtigen" Mindset für die neue Arbeitswelt: also Glaubenssätze, Haltungen und Denkmuster die wir hinterfragen und neu ausrichten dürfen, um offener, mutiger und experimenteller auf Veränderungen zuzugehen. Auch diesmal finden sich spannende Pioniere, wie etwa MEON - Medical Solutions aus Graz: das Unternehmen setzt stark auf das Miteinander-Lernen im Team. Stefan Klein und Klaus Schantl gestalten ihre Pionierstation gemeinsam mit Corinna Koschmieder von der Uni Graz: Sie sagen: "Wir wollen unsere praktische Organisationsentwicklung einer wissenschaftlichen Perspektive unterziehen." 

Die Intelligenz des Kollektivs beschreibt Wirtschaftsforscherin Birgit Feldhusen in ihrer Keynote: Sie zeigt auf,  was Konzepte wie Collective Mind und Collective Intelligence mit tiefgreifenden menschlichen Entwicklungs- und Reifeprozesse zu tun haben und wie wir vom IQ zum kollektiv intelligenten WeQ kommen.

Hier geht es zu den Tickets für die Freiräume 2021 am 28. und 29. Juni: https://freiraeume.community/freiraeume-2021

 

Sozkomkratie: Gemeinsam im Konsent entscheiden 

Ein weiteres spannendes Pionierunternehmen ist das Social Business Sozkom, das rund 200  zumeist freie Mitarbeiter*innen in der Steiermark beschäftigt. Ursprünglich 2007 als Verein für Elternhilfe gegründet, haben Kathrin Stern und Rita Resch das Unternehmen für Eltern-, Kinder- und Jugendhilfe und Kompetenzförderung für Eltern und Kinder in ein New-Work-Pionier überführt. Sie setzen auf Partizipation und haben ein Führungsgremium etabliert, in dem unternehmerische und strategische Entscheidungen gemeinsam von den Führungskräften getroffen werden. "Wir treffen keine Entscheidung mehr im Alleingang und es geht uns bestens dabei", sagen sie. Nach dem Motto "Good enough for now, safe enough to try" werden Entscheidungen schneller als früher getroffen. Arbeitskreisen erarbeiten Entscheidungsgrundlagen, die im Gremium gemeinsam im Konsent entschieden werden, was bedeutet: reihum werden Fragen und Bedenken zur jeweiligen Entscheidungsidee geäußert. Mit dem Fist of Five Prinzip zeigen die Teilnehmer*innen per Handzeichen an, wie sehr sie im Widerstand mit der möglichen Entscheidung sind. Wer großen Widerstand hat, bringt seine Bedenken und Alternativvorschläge vor.  Rita und Kathrin waren als Pionierinnen mit der Sozkom zum ersten Mal 2018 bei den Freiräumen: "Dort haben wir gesehen, dass wir nicht ein Modell auf uns überstülpen können, sondern es adaptieren müssen", sagt Kathrin.  Die beiden planen das "Sozkomkratie"-Prinzip, das auf der Entscheidungsmethode Soziokratie basiert, auch auf weitere Teamkreise auszuweiten. Im Podcast erzählen sie über ihre Beweggründe für diesen Weg, ihre Learnings bisher und ihre Pläne für die Zukunft. 

 

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Nicole Thurn

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