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Arbeit mal anders #5: Die Cupcake-Kultur bei Dropbox

Bei Dropbox sorgt die "Cupcake-Kultur" für zufriedene Mitarbeiter. Bewerber haben mindestens fünf Gespräche, im internen Tool kann man seine Arbeits-Vorlieben kundtun, und Meetings sind "radikal offen", erzählt Solutions Architect Marc Paczian. Warum und wie geht das, Marc Paczian?

Marc Paczian, Dropbox
"Ich hab mir diesen Job nur nach den Unternehmenswerten ausgesucht": Marc Paczian ist Solutions Architect bei Dropbox

Buttercreme, Oreo oder Himbeer-Nougat? Die Auswahl fällt schwer, als Marc Paczian mir das Tablett voller Cupcakes unter die Nase hält. Marc ist Solutions Architect bei Dropbox und wir sitzen im Büro im Coworking Space WeWork in Hamburg zusammen. Die Cupcakes sind nicht nur ein netter Willkommensgruß, sondern sollen einen der Unternehmenswerte ausdrücken, wie mir Marc im Podcast-Interview später erklären wird. Das Unternehmen lebt Werte wie „We statt Me“: das Team geht immer vor dem Einzelnen vor. Und die Cupcakes sollen an die "Geber-Kultur" erinnern: Mitarbeiter schenken einander kleine Aufmerksamkeiten, helfen einander, sind achtsam im Umgang miteinander. Na und, raunt der innere Kritiker. Ist sowas nicht selbstverständlich? Muss man sich das als "Unternehmenswert" an die Wand pinnen? Oder als Cupcake auf den Teller?

Hört man sich in Unternehmen oder vielmehr bei den Menschen um, lässt sich sagen: selbstverständlich ist das nicht. Das fängt bei kleinen Dingen ein, ist Charaktersache und doch auch viel mehr. Das Geben lässt sich durchaus als Teil der Unternehmenskultur gewissermaßen institutionalisieren, meint Marc. "Bei uns heißt das dann: das war jetzt ganz schön ,cupcaky'", lacht er und erzählt die Geschichte von der Sendung mit der Maus, in der er vorkam. Am nächsten Tag hatte er den blauen Elefanten auf dem Schreibtisch. "Natürlich fängt das beim Recruiting der richtigen MitarbeiterInnen an", sagt Marc. Aber da hört es eben auch nicht auf. Doch auch der Hiring-Prozess ist ziemlich anders: man hat mindestens fünf Bewerbungsgespräche. "Ich selbst hatte zehn Gespräche bei Dropbox, das war ein supertoller Prozess", sagt Marc. Klingt anstrengend, ist aber als vertiefendes Kennenlernen angelegt. Neben mindestens zwei fachlichen Gespräche gibt es einzelne Gespräche zu den Unternehmenswerten - mit verschiedenen MitarbeiterInnen. "Wir wollen genau sicherstellen, dass der Mitarbeiter zum Unternehmen passt. Ich habe erst im Zuge dieser Gespräche gemerkt, dass ich selbst gut zum Unternehmen passe." 

 

Work with me: Sag mir, wie ich mit dir umgehen soll

Dropbox bietet nicht nur seine Cloud-Dienste für virtuelles Arbeiten an, sondern hat auch selbst viele virtuelle Teams, die miteinander aus aller Welt kommunizieren. Im Collaboration-Tool Paper von Dropbox gibt es das "Workwithme-Doc": dort können Dropbox-MitarbeiterInnen über sich selbst Hinweise geben, Gewohnheiten, Interessen und Arbeits-Vorlieben platzieren. So soll der virtuelle und persönliche Umgang miteinander erleichtert werden und Konflikte und Missverständnisse gar nicht erst aufkommen. Was steht in Marcs Profil? "Dass ich keine Meetings vor neun Uhr machen möchte. Und, dass ich Mails bevorzuge - ich bin da noch etwas old school", sagt Marc.  Intern können die MitarbeiterInnen auch den Enneagramm-Persönlichkeitstest machen, auf freiwilliger Basis, versteht sich. "Ich bin ein ,Helper', ich helfe gern anderen und es fällt mir superschwer, nein zu sagen. Wenn ich also nein sage, dann heißt es bei mir auch wirklich nein.  Das steht auch so in meinem Profil", sagt Marc. Wie sich all das zur Unternehmenskultur bei Dropbox fügt und welche Effekte das auf die MitarbeiterInnen hat, erzählt Marc Paczian im Podcast-Interview #5 von "Arbeit mal anders." 

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Nicole Thurn

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